Das klingt vielleicht komisch, denn schließlich begleite ich Menschen mit Neurodermitis. Aber tatsächlich habe ich selbst lange ein Problem mit diesem Begriff gehabt. Nicht, weil ich bezweifle, dass es Neurodermitis gibt. Sondern weil ich mich selbst nie über eine Diagnose definieren wollte.
Ich hatte juckende, nässende und schuppende Kopfhaut. Ich hatte Handekzeme. Immer wieder trockene Hautstellen, Pusteln oder Hautreizungen. Und trotzdem habe ich nie gesagt: „Ich habe Neurodermitis.“
Für mich war es einfach: Meine Haut macht auf etwas aufmerksam.
Neurodermitis-Coaching: Warum ich mehr als nur die Haut betrachte
Genau deshalb hätte ich mich früher wahrscheinlich auch gar nicht von einem Angebot angesprochen gefühlt, auf dem groß „Neurodermitis-Coaching“ steht. Denn viele Menschen erleben Hautprobleme, ohne sich mit dieser Diagnose zu identifizieren. Manche haben nie eine eindeutige Diagnose bekommen. Andere wurden mit einer Kortisonsalbe nach Hause geschickt und hatten das Gefühl: Das kann doch noch nicht alles gewesen sein.
Und genau diese Menschen möchte ich erreichen.
Denn unabhängig davon, wie deine Hautprobleme heißen – oder ob sie überhaupt einen Namen haben – lohnt sich aus meiner Sicht immer auch der Blick hinter die Symptome.
Wenn Kortison nicht alle Antworten liefert
Ich glaube nicht, dass Hautprobleme ausschließlich psychische Ursachen haben. Unsere Haut ist komplex, genauso wie unser Körper. Medizinische Behandlung kann wichtig und sinnvoll sein. Aber ich bin ebenso überzeugt, dass unsere Gedanken, Gefühle, Stress, tief liegenden Blockaden und ungelöste Konflikte großen Einfluss darauf haben, wie es unserer Haut geht.
Deshalb wünsche ich mir, dass du aufhörst, gegen deine Haut zu kämpfen und anfängst, ihr zuzuhören.
Neurodermitis-Coaching bedeutet für mich, den ganzen Menschen zu sehen
Denn manchmal erzählt dir deine Haut eine Geschichte, die weit über das hinausgeht, was du von außen sehen kannst.
Genau dort beginnt für mich der spannendste Teil der Reise.
Nicht bei der Frage: „Welche Diagnose habe ich?“ Sondern bei der Frage: „Was möchte mir mein Körper sagen?“

